Faserhanf

Perspektiven einer regionalen Wertschöpfung in der Landwirtschaft

Ein angenehm würziger Duft liegt über den Feldern der neuen - alten Ackerkultur: Faserhanf. Jahrzehnte geriet er in Vergessenheit und
nach jahrelangem Verbot durfte er in der Bundesrepublik erst 1996 wieder landwirtschaftlich angebaut werden. Europäischer Nutzhanf verfügt nur über Spuren des Wirkstoffes THC (Tetrahydrocannabiol). Aber auch ohne THC ist dem Hanf etwas Besonderes und Geheimnisvolles eigen.
Der Rohstoff

Faser-Hanf, Cannabis sativa L., ist eine einjährige zweihäusige Nutzpflanze mit buschigem Wuchs und ausgeprägter Pfahlwurzel. Im landwirtschaftlichen Anbau wird er durch dichtere Saat zu einem geraden, schlanken und unverzweigtem Wuchs gezwungen. Faserhanf kann auf niedermoorigen Standorten eine Wuchshöhe von bis zu 5 m erreichen, wobei 3 – 4 m normal sind. Hanf ist mit sich selbst verträglich und infolge seiner Eigenschaften eine ideale Vorfrucht für alle anderen Kulturen sowie eine sinnvolle Ergänzung der Fruchtfolge.
Der Blühbeginn ist je nach Witterung Ende Juli / Anfang August. Der Beginn der Ernte richtet sich nach dem Nutzungskonzept und der zur Verfügung stehenden Erntetechnologie.

Die beste Faser wird geerntet, wenn an den weiblichen Pflanzen die ersten Blätter vergilben und abfallen. Für eine kombinierte Körner- Fasernutzung sollte man warten, bis die Hälfte des Samenstandes ausgereift ist.

Der Hanf wird mit einem Spezialmähwerk gemäht und zur Trocknung und Röste im Schwad abgelegt. Auf Schwaden und Wenden vor dem Pressen in Rund- oder Quaderballen kann verzichtet werden.

Faserhanf kann in der EU, mit vertraglicher Bindung an einen Verarbeiter, beihilfefähig von landwirtschaftlichen Betrieben angebaut
werden.


Hanf–Faser-Fabrik, gegründet 1996, betreibt eine moderne Bastfaser-Aufbereitungsanlage.
Zur Produktpalette gehören verschiedene Dämmstoff- und Tiereinstreuprodukte. Aus dem landwirtschaftlichem Rohstoff – Hanf – werden von ca. 15 Arbeitskräften zahlreiche Produkte gefertigt, wobei der Produktion das Qualitätsmanagement ISO 9001 zugrunde gelegt wurde. Es wird ein reger Know-How – Austausch mit anderen Entwicklungspartnern unterhalten. Um den Landwirtschafts-betrieben ein stabiler
Vertragspartner zu sein, strebt die Hanf-Faser-Fabrik nach einer funktionierenden regionalen Wertschöpfungskette.

Aufgrund der positiven Produktentwicklung und der daraus resultierenden Steigerung des Absatzes kann die Hanf-Faser-Fabrik weiteren Landwirtschaftsbetrieben einen Vertragsanbau von Faserhanf anbieten.

Landwirtschaftsbetriebe aus Nordbrandenburg und Mecklenburg/Vorpommern, die ein Interesse daran haben, Rohstoffproduzent zu werden und den Faserhanf in die Fruchtfolge aufnehmen möchten, wenden sich bitte an folgende Kontaktadresse:

Cannabis-Erntedienst
Haus 39
18276 Hägerfelde
Tel. 0398 4807730
info@cannabis-erntedienst.de